Kaum Wind, aber gut gelaunt!

Während letztes Jahr der Titel noch "Windig und mit bester Laune" war, so zwangen uns die Wetterbedingungen dieses Jahr, diesen umzuformulieren. Für den Rhönwanderer beste Bedingungen: Angenehm warm, Sonnenschein und hier und da mal die ein oder andere Wolke, müssen für die Modellsegelflieger auf der Wasserkuppe nicht zwingend perfekt sein, wenn sie doch ihren Wettbewerb im Hangwind fliegen möchten. Ein entscheidendes Element fehlte, bzw. war sich unschlüssig, woher es kommen sollte - der Wind. So hatten die Teilnehmer des 49. Karl-Pfeifer-Wettbewerbs zunächst mit schwachen und später mit umlaufenden Winden zu kämpfen. Jedoch lag genau hierin der besondere Ansporn dieses Wettbewerbs. Austragungsort war die "Abtsrodaer Kuppe", einer der "Nebengipfel" der Wasserkuppe, an welcher kurzerhand die Modelle per Winde in die Luft katapultiert wurden, um anschließend den schwachen Hangaufwind zu nutzen. Einige eingefleischte Rhönflieger wagten trotzdem den Handstart.

Ziel des Wettbewerbs ist, mit seinem Modell 200 Sekunden in der Luft zu bleiben und im Anschluss möglichst nah an einer 25 m langen Landelinie zu landen. Hierbei ist die Wertung streng: Jede Sekunde Abweichung (+/-) ergibt einen Strafpunkt und jeder Zentimeter Entfernung von der Landelinie ebenso.
Es war also spannend, sowohl für die Piloten mit ihren Helfern, als auch für die Zuschauer und nicht zuletzt den ausrichtenden Verein, den Rhönflug Fulda e.V., welcher seit 49 Jahren diesen Wettbewerb für die Modellflieger ausrichtet.


Womit man auch beim Stichwort ist: Nächstes Jahr feiert der Wettbewerb ein Jubiläum. Er wird Ende August zum 50. Mal auf der Wasserkuppe stattfinden, ein Termin, den man sich jetzt schon vormerken sollte.

Der mit 5 Durchgängen sehr erfolgreich ausgeflogene Wettbewerb - 25 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen teil - wurde wie immer vom Segelfliegerverein Rhönflug Fulda e.V. mit dem Sitz auf der Wasserkuppe veranstaltet.
Rolf Noss hatte mit seinem bewährten Team die Wettbewerbsleitung. Die vielen helfenden Hände des Vereins versorgten die Teilnehmer und Zuschauer mit kalten Getränken, Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und leckeren Bratwürsten.

So gestärkt besetzten Florian Suntrup, Lokalmatador aus Poppenhausen, Andreas Storch, ebenfalls Rhönflug Poppenhausen und Patrick Wiegel, Nachwuchspilot auch im bemannten Segelflug im Rhönflug Fulda die ersten drei Plätze der Jugendwertung.
Marcus Briesenick aus Dreieich vom RF Fulda, Sven Süssner und Wolfgang Süssner vom RF Poppenhausen belegten die ersten drei Plätze der Erwachsenenwertung.

Außer den obligatorischen Pokalen wurden wertvolle Preise von Lothar Neidert, dem 1. Vorsitzenden des ausrichtenden Vereins an die Sieger verteilt. Aber für alle war Dabeisein alles, und als einziges Doping wird die unvergleichliche Höhenluft auf der Kuppe im wahrsten Wortsinne mit vollen Zügen genossen.
Die Preise wurden übrigens von einer Reihe von Sponsoren und Spenderfirmen ermöglicht, da der Wert die Möglichkeiten eines ausrichtenden Vereins bei weitem übersteigt.
Abschließend kann man auf einen sehr fairen Wettbewerb zurückblicken und hoffen, für das große Jubiläum in 2010 die gleichen Bedingungen, dann jedoch mit etwas mehr Wind, vorzufinden!

An dieser Stelle sei auch herzlichst unseren Sponsoren gedankt, ohne deren großzügige Hilfen ein solcher Wettbewerb nicht durchzuführen wäre. Unser Dank geht an den Aufwind Verlag, Marcus Briesenick, Edeka Markt Gersfeld, Flugschule Papillon, FMT Verlag, Gemeinde Poppenhausen, Graupner Modellbau, Harry's Modellbau-Service, Hotel Peterchens Mondfahrt, Hotel RhönGarden, Reinhard Lautenschläger, Modellbau Geier vorm. P. Beres, Rolf Noss, Familie Pfeifer aus Gersfeld, Rhöngeiststube Wasserkuppe, Rhönprint, Robbe Modellbau, Schleicher Segelflugzeugbau, das Segelflugmuseum Wasserkuppe, Mechthild Vörding und Robert Schröder Werkzeuge!


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